Virenschutz umgehen mit Phantom-Evasion

Phantom Evasion ist ein in Python geschriebenes interaktives Werkzeug, mit dem Virenschutzprogramme umgangen werden können. Mit Hilfe von verschiedenen Techniken und des Programms msfvenom des Metasploit Frameworks, lassen sich so verschiedene Payloads erzeugen. Somit wird Penetrationstestern ein Werkzeug an die Hand gegeben, mit dem sie polymorphen Code erstelle bzw. Sandbox-Umgebungen „austricksen“ können. Ab der Version 1.1 enthält das Programm einen „Post-Exploitation“ Anteil. Hiermit lässt sich z.B. auf einem Zielsystem dauerhaft Schadcode platzieren.

In diesem Blogeintrag werde ich die Installation von Phantom Evasion auf Kali Linux erläutern.

Abhängigkeiten installieren

Der Autor hat das Tool so programmiert, dass es hervorragend mit der Kali Linux zusammenarbeitet und dort beim ersten Programmstart automatisch eingerichtet wird. Folgende Programme und Bibliotheken sollten installiert sein:

• Metasploit-Framework
• mingw-64
• gcc
• apktool
• strip
• wine
• zipalign
• ibc6-dev-i386

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Kali Linux und Metasploit minimalistisch

Vielleicht ist es dem einen oder anderen schon mal passiert. Man möchte schnell etwas testen und hat keine passende virtuelle Maschine bei der Hand bzw. möchte an den vorhandenen nichts ändern um später ein Snapshot aufspielen zu müssen.

Für solche Situationen nutze ich gern eine leichte Kali-Installation in einer VM ohne viel Schnickschnack. Die Entwickler von Kali Linux stellen dafür eine ISO-Datei bereit, die mit ca. 900 MB recht schlank ausfällt. Ein vollwertiges Installation-Image  umfasst zum Vergleich mehr als 3 GB.

Im Gegensatz zur Vollversion enthält Kali-Light nur wenige Pakete und kommt mit XFCE als grafische Oberfläche aus.

Selbst diese GUI benötige ich in vielen Fällen nicht, da ich mit ssh auf die virtuelle Maschine zugreifen und alles im Terminal erledigen kann.

Im folgenden Beitrag werde ich zeigen, wie man Kali-Light in einer virtuellen Maschine ohne grafische Oberfläche  einrichtet und das Metasploit-Framework installiert.

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Eine Hintertür für mein Android-Gerät

Mit dem Shell-Skript backdoor-apk lassen sich einfach und schnell Hintertüren in beliebige Android APK-Dateien einbauen.  Dabei kümmert sich das Skript automatisch um folgende Schritte:

  • Erstellen des Meterpreter Payloads
  • Dekompilieren der Anwendung
  • Einbau des Payloads
  • Obfuscating der APK-Datei
  • Hinzufügen von Persistence
  • Erstellen der notwendigen Schlüssel und Signaturen
  • Erstellen der Metasploit Ressource-Datei
  • Speicherung der neuen Datei (mit Backdoor) im Verzeichnis original/dist

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Eskalierung der Rechte auf Windows-PCs

Im diesem letzten Beitrag für das Jahr 2017 möchte ich nochmal untersuchen, ob eine Rechteeskalierung in den aktuellen Windows Betriebssystemen mittels der bekannten Penetration Testing Frameworks möglich ist. Gleichzeitig möchte ich prüfen, welchen Schutz Virenschutzprogramme gegen die einschlägigen Techniken bieten. Als „Versuchsobjekte“ habe ich Windows 10 mit dem integrierten Virenschutz „Windows Defender“ und Windows 7 mit „McAfee – Total Protection“ ausgewählt. Beide Betriebssysteme befinden sich auf den neusten Stand. Die Virenschutzdefinitionen habe ich vor dem Test aktualisiert.

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Kali Linux mit verschlüsselter USB Persistenz

Die Live-Version von Kali Linux verfügt im Standard-Boot-Menü über zwei Persistenz-Optionen, die den permanenten Erhalt von Daten ermöglichen. Somit können alle während eines Penetrationstests gesammelten Dokumente, Testergebnisse und Konfigurationen auf dem USB-Stick erhalten bleiben und stehen nach einem Neustart erneut zur Verfügung. Diese Daten werden in einer eigenen Partition auf dem USB-Laufwerk gespeichert.

Da es sich bei Penetrationstest oftmals um sehr sensible Daten handelt, lassen sie sich zusätzlich durch LUKS verschlüsseln. Diese Anleitung zeigt die notwendigen Schritte, um einen USB-Stick für die Live-Version von Kali Linux zu erzeugen, eine zusätzliche Partition für die permanenten Daten einzurichten und diese zu verschlüsseln.

Sie benötigen einen USB-Sick (ab 8 GB). Nachdem Sie die Live-Version von Kali Linux erstellt haben, müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden, die man am besten auf einem Linux-System ausführt.

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OSX persistent Backdoor mit Empire Framework und Bash Bunny

Post-Exploitation Frameworks werden immer dann eingesetzt, wenn Penetrationstester schon Zugriff auf ein Zielnetzwerk haben und von hier weitere Angriffe auf dem IT-Gerät oder im Netzwerk ausführen möchten.
Ich habe in diesem Zusammenhang schon mehrfach über das Empire Framework berichtet. Es ist seit seiner Vorstellung während der BSides in Las Vegas im Juli 2015 ständig weiterentwickelt worden.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt das Werkzeug in der Version 2.1 vor. Mittlerweile sind die bisherigen Projekte PowerShell Empire und Python EmPyre zusammengeführt und enthalten neben den reinen PowerShell2.0 Windows Agenten nun auch Python 2.6 / 2.7 Linux und OSX Agenten. Das Framework bietet eine kryptologisch sichere Kommunikation und eine flexible Architektur.

In diesem Beitrag möchte ich zeigen, wie man mit Hilfe des Empire Frameworks eine dauerhafte Hintertür in OSX erzeugen kann, sie mit dem Bash Bunny auf ein Zielsystem überträgt (Inject) und auch wieder löscht (Cleanup). Insgesamt müssen 4 Dateien erstellt werden. Wir gehen dazu Schritt für Schritt vor.

Wer noch nicht mit dem Empire Framework vertraut ist, den empfehle ich vorangegangen Beiträge oder meine Artikel in der Zeitschrift iX.  Das Framework lässt sich auf einem Linux System leicht installieren.

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Windows Keylogger mittels Word Makro und Empire

Vor fast genau einem Jahr hatte ich gezeigt, wie man mittels des “Empire Frameworks” ein Makro erzeugen und in MS-Powerpoit einbinden kann.

Mich hat heute interessiert, ob diese Methode bereits von Virenschutzprogrammen aktuell erkannt und ein Angriff damit automatisch verhindert wird. Als Testkandidat habe ich Symantec Endpoint Protection gewählt.

Die Installation von “Empire” auf Kali Linux erfolgte mittels git ohne Probleme. Mittlerweile sind dort zwei “Stager” (“macro” und “scrambled_macro”) vorhanden, mit denen Makros erzeugt werden können.

Der Stager “macro” erzeugt ein VBA Skript, dass in MS-Office Dokumente eingebunden werden kann. “Scrambled_macro” ist eine weiterentwickelte Variante. Durch Obfuscation wird versucht, den Programmcode schwer verständlich oder unlesbar zu machen.  Virenschutzprogramme sollen dadurch getäuscht bzw. in Ihrer Arbeit behindert werden.

Wer mehr über das Empire Framework erfahren will, den empfehle ich meine Artikelserie in der iX 05/2016, 06/2016 und 07/2016.

Tatsächlich fiel auf, dass die mit beiden Methoden erstellten Makros, durch den Virenschutz aktuell erkannt werden.

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Digispark – die USB Rubber Ducky Alternative (Teil3)

Im ersten Teil des Tutorials wurde beschrieben, wie eine Entwicklungsumgebung für den Digispark unter Window eingerichtet werden kann. Im darauf folgenden Artikel habe ich gezeigt, dass der Digispark einen USB Rubber Ducky ersetzen kann. Auch wenn die Platine viel kleiner ist und längst nicht die Möglichkeiten des Ducky hat, konnten wir den „15 Sekunden Passwort Hack“ mit ihr umsetzen.

Die Platine lässt sich auch für Penetrationstests unter Linux einsetzen, wie das folgende Beispiel zeigen wird. Folgendes Szenario wäre denkbar:

Auf einem Linux System wird Ubuntu mit grafische Oberfläche eingesetzt. Sobald die Platine in eine freie USB-Schnittstelle gesteckt wird, beginnt der PC einen Schadcode vom Angreifer herunterzuladen. Dieser wird auf dem Linux-System ausgeführt damit eine permanente (reverse) Verbindung zum Angreifer hergestellt. Da dieser Verbindung aus verschiedenen Gründen schon mal unterbrochen werden kann, ist eine Schleife eingebaut, die diese Verbindung nach einer vorgegebenen Zeitspanne neu einrichtet. Man hat quasi eine Hintertür (Backdoor) im Linux-System geschaffen, die immer erneuert wird. Egal ob der Angreifer sich im lokalen Netzwerk oder im Internet befindet – er hat immer eine permanente Meterpreter-Verbindung und kann mit den Rechten des angemeldeten Nutzers weitere Befehle ausführen (Post-Exploitation).

Der Angreifer nutzt Kali Linux in der aktuellen Version, das Metasploit-Framework und Apache als Webserver. Auf dem Linux-System wird Ubuntu 16.04 LTS und Unity eigesetzt. Dieses Szenario lässt sich auch mit wenigen Änderungen auf einem Linux-Server einsetzen.

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Kali Linux auf Rolling Edition umstellen

Nach dem Kali Linux auf die neuen Rolling Edition (ab 2016.1) umgestellt wurde, funktioniert das Update der alten Versionen auch nicht mehr. Hier die Fehlermeldungen auf meinem Kali Nethunter:

W: Fehlschlag beim Holen von http://http.kali.org/kali/dists/kali/main/source/Sources  404  Not Found
W: Fehlschlag beim Holen von http://http.kali.org/kali/dists/kali/non-free/source/Sources  404  Not Found
W: Fehlschlag beim Holen von http://http.kali.org/kali/dists/kali/contrib/source/Sources  404  Not Found
W: Fehlschlag beim Holen von http://http.kali.org/kali/dists/kali/main/binary-armhf/Packages  404  Not Found

So stellt man auch die noch laufenden alter Versionen auf das neue System um:

In die Datei /etc/apt/sources.list alles löschen und folgende Zeile eintragen:

deb http://http.kali.org/kali kali-rolling main non-free contrib

Die neue Version herunterladen und installieren:

apt-get update
apt-get dist-upgrade 
reboot

Der 15 Sekunden Passwort-Hack

Der USB Rubber Ducky ist seit längerer Zeit auf dem Markt und kann im Online Shop bestellt werden. Das Team um Darren Kitchen hat mittlerweile  viele Anwendungsmöglichkeiten  erschlossen und die dazugehörigen  Skripte ins Netz gestellt. Aktuell wird eine Methode beschrieben, die Passwörter aus Windows-PC ausliest und an einen Webserver übermittelt. Das Team ist stolz, dass die „Gummiente“  in der US-Serie „Mr. Robot“  Einzug gehalten hat. Aus diesem Grund wurde ein Blogeintrag erstellt, der Schritt für Schritt einen möglichen Angriff auf Stand-Alone PC/Laptops aufzeigt. Der „Passwort-Hack“ soll innerhalb von 15 Sekunden abgeschlossen sein.

Dies ist Grund genug ein wenig tiefer in die Materie einzusteigen. Hier wird Schritt für Schritte erläutert, wie das Skript funktioniert und welche Einschränkungen es gibt.

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