LibreOffice Python Code Execution mit Metasploit

Microsoft-Office ist auf Grund des hohen Bekanntheitsgrades bei Angreifern ein beliebtes Ziel, um private Computer oder Plattformen in Unternehmen anzugreifen. Sehr gern wird daher von Sicherheitsexperten empfohlen, auf andere Office-Produkte wie OpenOffice oder LibreOffice auszuweichen.

Aber auch hier lauern gefahren, die nicht zu unterschätzen sind. Leider tauchen auch bei diesem Produkten immer wieder Schwachstellen auf, die Zugriff auf das Betriebssystem gestatten und das Einschleusen von Schadsoftware ermöglichen. In diesem Beitrag hatte ich bereits darüber berichtet.

Aktuell läßt sich mit Hilfe von LibreLogo, der in LibreOffice integrierten Python-Umgebung, beliebiger Programmcode innerhalb eines Office-Dokuments ausführen. Der Empfänger eines solchen Dokuments erhält keine Warnmeldung, die auf möglichen Schadcode in dieser Datei hinweist.

Es sind alle Versionen von LibreOfiice bis zur Version 6.2.5 und die gängigen Betriebssysteme, wie Windows, Linux und macOS betroffen. Die „Document Foundation“ hat entsprechende Advisories veröffentlicht.

Im Folgenden zeige ich, wie man mit Hilfe des Metasploit-Frameworks ein solches LibreOffice-Dokument erzeugt und eine Meterpreter-Session erlangt.

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SMB brute force mit P4wnP1 A.L.O.A.

SMB (Server Message Block) ist ein Protokoll, das in lokalen Netzwerken für die Übertragung von Daten zwischen einem Client und einem Server verantwortlich ist. Ursprünglich wurde es dazu eingesetzt, um in Windows-Netzwerken Dateien und Verzeichnisse freizugeben bzw.  Druckdienste zu realisieren. Aber auch unter Linux existiert eine Schnittstelle (Samba), die es ermöglicht mit Windows-Clients Daten über TCP/IP auszutauschen. Standardmäßig verläuft die Kommunikation über TCP Port 445. Falls Sie aber NetBIOS Funktionen (Network Basic Input Output System) zur Namensauflösung  benutzen wollen, sollten sie die Ports 137, 138 UDP und 137, 139 TCP freigeben.

SMB-Bruteforce-Angriffe werden im Rahmen eines Penetrationstests eingesetzt, um die Wirksamkeit der Kennwortrichtlinien zu überprüfen bzw. potenzielle Angriffsmethoden zu identifizieren.  Dabei wird versucht, systematisch und automatisch, Benutzernamen- und Passwortkombinationen zu erraten. Ziel dabei ist, gültige Anmeldedaten zu finde, die sich als Zugang zu einem Zielnetzwerk nutzen lassen.

Das Metasploit Framework stellt diverse Module bereit, die Sie für Ihre Tests nutzen können.

Der P4wnP1, entwickelt von MaMe82, hat sich als universelles Werkzeug bewährt, mit dem Sie solche Tests durchführen können.  Im folgenden Beitrag erläutere ich, wie Sie automatisiert eine Datei mit potentiellen Passworten erstellen und den P4wnP1 so einrichten, dass er automatisiert nach dem richtigen Passwort sucht und damit einen Windows 10 PC entsperrt.

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LibreOffice Remote Code Execution mit Metasploit

Die Versionen vor 6.0.7 und 6.1.3 von LibreOffice sind anfällig gegen Macro-Angriffe. Dafür haben die Entwickler von Metasploit einen Exploit entwickelt, der eines der mitgelieferten Python-Skripte nutz und den gefährlichen Programmcode mittels Mouse-Over-Effekt ausführt. In den Standardeinstellungen funktioniert das ohne Nachfrage.

Das in LibreOffice enthaltene Skript pydoc.py enthält die Funktion tempfilepager, die Argumente an os.system übergibt, wodurch die Remote Code Execution ermöglicht wird.

Im folgenden Beitrag erläutere ich, wie Sie den Exploit nutzen können.

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Die flexible Hintertür mit Koadic und P4wnP1

In vorangegangenen Beiträgen habe ich gezeigt, wie Sie den P4wnP1 effektiv als USB-Angriffsplattform einsetzen können. Durch das Einbinden von Ducky Skripten lässt sich das Werkzeug auch sehr gut mit anderen Post-Exploitation-Frameworks kombinieren.  Obwohl der P4wnP1 mit einer RAT-ähnlichen Komponente (RAT = Remote Admin Tool) ausgestattet ist, sollte jeder Penetration Tester an alternativen Methoden interessiert sein.  Nicht selten kommt es vor, dass die etablierte Vorgehensweise nicht greift oder externe Einflüsse eine erfolgreiche Penetrierung des Zielsystems verhindern.

Im Folgenden zeige ich, wie Sie mit Hilfe des Post-Exploitation-Frameworks Koadic, dem P4wnP1 und der neunen Version von Mimikatz, das Logon-Passwort in Klartext aus Windows 10 (1809) auslesen können und damit eine flexible Hintertür zum Zielsystem nutzen.

Das Szenario

Das Zielsystem hat Windows 10 installiert, verfügt über alle aktuellen Updates und ist mit dem Windows Defender vor aktuellen Angriffen geschützt. Auf dem PC ist ein Nutzer eingerichtet, der mit Hilfe der Benutzerkontensteuerung (UAC) bei Bedarf lokale administrative Rechte erhalten kann.

Der Angreifer hat eine WLAN-Verbindung zum P4wnP1 und unterhält gleichzeitig eine SSH-Verbindung zu einem externen Server, auf dem das Post-Exploitation-Framework Koadic installiert ist.

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P4wnP1- die USB Angriffsplattform mit Potential (Teil2)

Im ersten Teil habe ich gezeigt, wie der P4wnP1 installiert wird und man eine Verbindung ins Internet herstellen kann. In diesem zweiten Teil werde ich demonstrieren, wie Sie mit Hilfe der Ducky Skripte ein flexibles Werkzeug für Ihre Penetration Tests erzeugen und dazu die eingebaute Backdoor-Funktionalität des P4wnP1 nutzen können.

Um zu zeigen, wie Sie Ducky Skripte mit Hilfe des P4wnP1 anwenden, werden wir in diesem Szenario den Windows Defender in Windows 10 auf dem Zielsystem abschalten. Nachdem Sie weitere Test durchgeführt haben, kann der Schutz mit einem weiteren Skript wieder eingeschaltet werden.

Für unsere Vorhaben benötigen wir zwei Ducky Skripte, die auf dem P4wnP1 platziert werden müssen. Für diese Zwecke steht das Verzeichnis P4wnP1/DuckyScripts/ bereit. Ähnliche Skripte habe ich für einen früheren Beitrag geschrieben. Wie müssen sie nur noch für den P4wnP1 einpassen.

In diesem Szenario nutzen wir die WLAN-Funktionalität des P4wnP1 aus. Der Penetration Tester muss sich also nicht unmittelbar am Zielsystem befinden, sondern kann seine Testumgebung in (WLAN)-Reichweite platzieren. Von hier kann er dann den P4wnP1 fernsteuern bzw. die notwendigen Skripte starten.



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Eine MS-Office Hintertür mit Merlin

Die in Windows 10 integrierte Sicherheitssoftware Defender kann in vielen Tests sehr gute Ergebnisse vorweisen. Darum braucht sich diese kostenlose Sicherheitslösung vor der Konkurrenz nicht mehr zu verstecken. Die Schutzwirkung kann durchaus mit den Produkten von F-Secure, Kaspersky, Bitdefender, Symantec oder Trend Micro gleichgesetzt werden. Auch ich kann Windows Defender meine Empfehlung aussprechen und setze auf meinen produktiven Windows-Geräten keine zusätzliche kommerzielle Virenschutzsoftware mehr ein.

Es hat ein wenig gedauert, bis Microsoft diesen Entwicklungsstand erreicht hat. In Zukunft müssen sich die Dritthersteller sputen, wenn sie Ihre Produkte noch gewinnbringend an den Mann/Frau bringen wollen. Aus meiner Sicht können Windows 10 Nutzer schon heute mit gutem Gewissen ausschließlich auf den Windows 10 Defender setzen.

Was für Windows 10 Nutzer eine gute Nachricht ist, bereitet Sicherheitsforschern und Penetrationstestern zunehmend Kopfzerbrechen. Sie müssen sich ständig neue Techniken ausdenken, um den Virenschutz von Windows 10 zu umgehen. So hatten sie z.B. noch vor gut einem Jahr mit den Post-Exploitation-Frameworks Veil-Evasion oder Empire die Möglichkeit, Payloads zu erzeugen, die vom Windows Defender nicht erkannt wurden. Auch die diversen Powershell-Payloads werden nun zunehmend enttarnt.

Penetartionstester setzen zunehmend auf eigene Tools bzw. führen neue Techniken ein, um ihre Arbeit erledigen zu können. Ich habe in den zwei vorangegangenen Beiträgen die Post-Exploitation Plattform Merlin vorgestellt. Im ersten Teil ging es vorrangig um die Installation der Software und die Erstellung der Server und Agenten. Im zweiten Teil habe ich gezeigt, wie Sie in Sessions mit den Agenten interagieren und die bereits vorhandenen Module aufrufen können.

In diesem Beitrag zeige ich, wie Sie eine Hintertür in MS-Powerpoint einrichten und eine Session zum Merlin-Server erzeugen. Auch wenn diese Hintertür derzeit für den Windows Defender unsichtbar ist, so wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis auch hier eine passende Signatur erstellt wird. Das ewige Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Entwicklern von Sicherheitslösungen und den Sicherheitsforschern bzw. Angreifern bleibt somit erhalten.

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Der Windows 10 Passwort Hack

Die Entwickler vom Mimikatz haben eine neue Version ihrer Software veröffentlicht. Nachdem das Auslesen der Passwörter in Klartext unter Windows 10  (1803 und 1809) und damit der Passwort Hack nicht mehr funktionierte, mussten sie reagieren.

In diesem Beitrag erkläre ich, wie man Windows 10 Passwörter in Klartext mit Hilfe des USB Rubber Ducky auslesen kann.

Die Entwickler bei Microsoft haben natürlich sofort reagiert und das zum Download angebotene Programm als Malware eingestuft. Der Windows Defender erkennt die Software als Behavior:Win32/Mikatz.gen!C bzw. HackTool:Win32/Mimikatz.E 

Dies erschwert natürlich den Einsatz ein wenig. Mir fallen spontan zwei Möglichkeiten ein, die Software auf einem aktuellen Windows 10-System zu testen.  Man könnte z.B. den mitgelieferten Quellcode nutzen, ihn ein wenig verändern und dann neu kompilieren. Ein Angreifer könnte auch den Virenschutz temporär abschalten, um Mimikatz einzusetzen. Da ich in einem früheren Test diesen Weg bereits gewählt hatte, entscheide ich mich für die zweite Möglichkeit. Als Hilfsmittel kommt wieder der USB Rubber Ducky zum Einsatz.

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Windows Defender abschalten

Die Windows Defender Antivirus-Features wurden in der Vergangenheit ständig verbessert. Der mittels Metasploit-Framework (Msfvenom) erstellte Payload, wird in der Regel zuverlässig erkannt. Für Penetrationstester und Red Teams wird es zunehmend schwerer, den in der Cloud bereitgestellten Schutz einschließlich der verhaltensbasierenden/heuristischen Erkennung zu umgehen.

Für Administratoren existieren eine Reihe von Möglichkeiten, um Windows Defender zu administrieren und die Software den eigenen Anforderungen anzupassen.

Angreifer versuchen zunehmend ihre vorhanden Payloads so abzuändern, dass sie einer Prüfung wiederstehen können. Hier wenden sie neue Methoden für die Verschlüsselung des Codes bzw. des Datenverkehres aber auch der absichtlichen Veränderung von Programmcode (Obfuskation) an.

In diesem Beitrag beschreibe ich, wie Sie mit Hilfe des USB-Rubber-Ducky und Digispark den Windows Defender in Windows 10 abschalten können. Voraussetzung ist, dass der Angreifer/ Penetrationstester lokal Zugang zum Opfer-PC hat und der verwendete Nutzer administrative Rechte auf dem lokalen System besitzt. Dieser Angriff sollte somit in zentral administrierten Netzwerken nicht zum Erfolg führen, da hier der reguläre Nutzer seine Rechten nicht so einfach mit Hilfe der Benutzerkontensteuerung (UAC) eskalieren kann.

In der Literatur und im Internet lassen sich mehrere Möglichkeiten finden, um den Windows Defender abzuschalten. Für dieses Beispiel habe ich die Möglichkeit mittels PowerShell gewählt.

Zur Konfiguration der Windows-Defender Scans und Updates existieren eine Reihe von Parametern, die im Windows IT Pro Center eingesehen werden können. Die hier aufgeführten Optionen sind selbsterklärend.

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Eine Hintertür für mein Android-Gerät

Mit dem Shell-Skript backdoor-apk lassen sich einfach und schnell Hintertüren in beliebige Android APK-Dateien einbauen.  Dabei kümmert sich das Skript automatisch um folgende Schritte:

  • Erstellen des Meterpreter Payloads
  • Dekompilieren der Anwendung
  • Einbau des Payloads
  • Obfuscating der APK-Datei
  • Hinzufügen von Persistence
  • Erstellen der notwendigen Schlüssel und Signaturen
  • Erstellen der Metasploit Ressource-Datei
  • Speicherung der neuen Datei (mit Backdoor) im Verzeichnis original/dist

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Eskalierung der Rechte auf Windows-PCs

Im diesem letzten Beitrag für das Jahr 2017 möchte ich nochmal untersuchen, ob eine Rechteeskalierung in den aktuellen Windows Betriebssystemen mittels der bekannten Penetration Testing Frameworks möglich ist. Gleichzeitig möchte ich prüfen, welchen Schutz Virenschutzprogramme gegen die einschlägigen Techniken bieten. Als „Versuchsobjekte“ habe ich Windows 10 mit dem integrierten Virenschutz „Windows Defender“ und Windows 7 mit „McAfee – Total Protection“ ausgewählt. Beide Betriebssysteme befinden sich auf den neusten Stand. Die Virenschutzdefinitionen habe ich vor dem Test aktualisiert.

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